Fünf Fakten über den Rettungsdienst in Vorarlberg
Fünf Fakten über den Rettungsdienst in Vorarlberg
Elektro-Hydraulische Tragen und Raupenstühle gibt es seit 20 Jahren!
Elektro-hydraulische Tragen und Raupenstühle sind in Deutschland, der Schweiz, den USA, etc. längst zum Standard geworden. Sie haben sich kontinuierlich weiterentwickelt und sind schon allein wegen dem Arbeitnehmerschutz nicht mehr wegzudenken. Dies betreffen den Rettungsdienst und Krankentransport gleichermaßen.
In Vorarlberg hält man dagegen an veralteter Technik fest, es werden immer noch die gleichen Tragen und Sessel wie vor 20 Jahren eingesetzt, natürlich ohne elektro-hydraulische Hilfsmittel. Man setzt auf Muskelkraft zum Leidwesen der Mitarbeiter.Poolwäsche ist Mitarbeiterschutz!
In Vorarlberg gibt es zwar auf jeder Dienststelle eine Waschmaschine, diese hat jedoch weder eine Dosieranlage, noch kann sie die laut Robert Koch Institut erforderlichen Waschprogramme ausführen. Auch eine Dokumentation des Programms ist nicht möglich. In anderen Ländern als auch bei der Berufsrettung beispielsweise hat sich Poolwäsche längst zum Standard etabliert.
Der Mitarbeiter und der Bevölkerungsschutz spielen hier nämlich eine große Rolle! Dank der Poolwäsche kann sich der Mitarbeiter ganz einfach auf der Dienststelle umziehen, sobald seine Dienstkleidung mit Erregern oder Blut in Kontakt gekommen ist.
In Vorarlberg kann es passieren, dass ein Mitarbeiter mit seiner MRSA-kontaminierten Kleidung in den Bus einsteigt, zu alten Menschen, Kindern, Schwangeren. Zudem wird er auch zu Hause einem deutlich erhöhten Risiko für Infektionen sich selbst als auch den Familienangehörigen gegenüber ausgesetzt.Controlling der Standards durch das Land Vorarlberg
In Vorarlberg wird auf die Einhaltung der Qualitätsstandards auf die Organisationen vertraut. Das Land Vorarlberg als Auftragnehmer des Rettungsdienstes für die Gemeinden verlangt keinen jährlichen Rechenschaftsbericht, Audits sind ein Fremdwort. Das ist ungefähr so, wie wenn auf einer Baustelle die Handwerker sich selbst kontrollieren, ob alles ordnungsgemäß ausgeführt ist oder die Banken gleichzeitig auch die Finanzmarktaufsicht sind.Ein RTW ist kein RTW, wenn man dazu ein extra Fahrzeug benötigt, um die Standards zu erfüllen.
Das Land Vorarlberg ist der Meinung, dass die EN 1789, welche die Ausstattung der Rettungswagen regelt, eingehalten wird, sobald das Notarzteinsatzfahrzeug das fehlende Equipment mitbringt. Dies ist falsch, da das Notarzteinsatzfahrzeug nicht jeden Transport begleitet und das Material im RTW trotzdem fehlt. Aus einem Opel Corsa wird schließlich auch kein Bus, nur weil man bei Bedarf einen Anhänger mit 20 Sitzplätzen anhängt. Falsch bleibt falsch, die EU-Norm macht da ganz klar Vorgaben, die derzeit in Vorarlberg nicht eingehalten werden.Der Ärztemangel betrifft auch den Rettungsdienst
Das Land muss dringend für eine umfassende Ausbildungsreform intervenieren! Es gibt immer weniger Hausärzte, der Rettungsdienst ist hier die erste Stelle, die diesen Mangel kompensieren muss. Mit der derzeitigen Ausbildung ist dies jedoch unmöglich!
Es braucht eine mehrjährige Ausbildung, um das Personal fit für die Zukunft zu machen! Auch wäre die Frage des Berufsschutzes, welcher derzeit nicht vorhanden ist, hinfällig.
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