Integration der Notfallrettung in die Krankenhäuser
Warum eine Integration der Notfallrettung in die Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft sinnvoll ist!
Ein Blick nach St. Gallen oder Wien zeigen, die Notfallrettung muss nicht immer von einer NGO betrieben werden! Wieso auch? Feuerwehr und Polizei werden ja schließlich auch nicht von einem Unternehmen oder einer NGO betrieben.
Abgesehen davon kann man bereits bestehende Synergien deutlich besser nutzen und ausbauen, ich erlaube mir dies anhand von ein paar Kasuistiken darzustellen:
Die Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft betreibt die Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Neben erfahrenen Lehrkräften und Ärzten könnten die materiellen Strukturen besser ausgelastet werden. Strukturell wäre eine einfachere Koordination der Praktikumsplätze möglich.
Zudem könnte dadurch auch ein besseres Verständnis und eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Krankenhauspersonal und Rettungsdienstpersonal geschaffen werden. Man kennt sich bereits aus der Ausbildung, bekommt Probleme aus Pflege und Rettungsdienst im gegenseitigen Austausch besser vermittelt - ganz nach dem Motto: Gemeinsam lernen und gemeinsam arbeiten.
Auch bei Fortbildungen könnte das Rettungsdienstpersonal von einer Integration in die Krankenhausstruktur profitieren.
Beschaffung Material/Zentraleinkauf:
Durch die Integration könnten bessere Einkaufspreise erzielt werden, die Landeskrankenhausbetriebsgesellschaft nimmt schließlich jetzt bereits größere Mengen von Sanitätsmaterial ab als die NGOs.
Bessere Organisationstruktur:
Qualitätsmanagement, Personalabteilung und die ärztliche Leitung des Rettungsdienstes können dadurch in die Landeskrankenhausbetriebsgesellschaft integriert werden. Hier können personelle Synergien besser genutzt werden, auch Lizenzgebühren für Verwaltungsprogramme könnten hierdurch eingespart werden.
Konklusio:
In finanziell anspruchsvollen Zeiten müssen Synergien ideal genutzt werden. Finanziell sind dadurch sicherlich Einsparungsmöglichkeiten gegeben, ebenso werden so bereits gute Grundvoraussetzungen für reformierte, zwingend neu gedachte Berufsbilder im Rettungsdienst geschaffen. Zudem würde sich das Land nicht von Vorgaben externer NGOs abhängig machen und hätte die vollste Kontrolle über Ausstattung, Qualifikation und Kosten im Rettungsdienst. Ich bin mir sicher, dass sich auch die Forschungsarbeit in der Präklinik dadurch verbessert und die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert wird!
Des Weiteren muss für die Fahrzeuge der Notfallrettung ein bundesweit einheitlicher Beschaffungskatalog erstellt werden, als Vorbilder dienen hierfür die Polizei als auch der Gemeindeverband bei den Feuerwehrfahrzeugen.
Da die RFL personell auch von einer NGO betrieben wird, sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass die RFL technisch und räumlich bereits in die Struktur der Landeswarnzentrale integriert ist, hier wäre die personelle Integration nur der nächste logische Schritt!
Das Verbundsystem ist veraltet und hat definitiv ausgedient, Rettungsdienst, Krankentransport und Vorhaltung für Großschadenslagen/Katastrophen gehören endlich getrennt - Wien macht es bereits vor und Vorarlberg könnte hier definitiv anknüpfen und eine Vorreiterstellung einnehmen!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen